zurückgelegte Strecke

Auf der Karte oben koennt ihr die zurueckgelegte Strecke anschauen, wir aktualisieren unseren Standort wenn wir Gelegenheit dazu haben.

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Freitag, 28. Februar 2014

Buenos Aires

So, das letzte Stuendlein hat geschlagen. Zwar geht unser Flug erst morgen nach dem Mittag, aber wir sind soweit bereit und haben schon fast abgeschlossen mit Buenos Aires. Wir haben eine sehr gute Woche hier verbracht, die drei Tage bei Sol und Javier waren sehr unterhaltsam und schoen. Aber wi geng, der Reihe nach!

Ankunft im Bahnhof Constitucion, danach treffen wir Christ-Andri und Judith, welche uns nach der anstrengenden Zugfahrt mit einem Zmittag begruessen. So faellt einem das Ankommen in der riesigen Stadt sehr einfach. Da wir erst gegen Abend zu unseren Gastgebern von Couchsurfing gehen koennen, deponieren wir unser Gepaeck und machen uns auf in die Stadt. Gemaess dem Motto "zuerst die Arbeit, dann das Vergnuegen" organisieren wir als erstes den Transport unserer Velos ins Hostel und an den Flughafen. Das geht dank der Hilfe vom Hostel (in welches wir fuer die letzten zwei Naechte gehen) sehr einfach ueber die Buehne. Danach schlendern wir durch den Stadtteil San Telmo im Zentrum. Es ist eine grosse Stadt, aber irgendwie aehnlich wie auch die grossen Staedte in Europa. Es erinnert uns ein bisschen an Paris.


Da wir muede sind von der Reise, sind wir froh als wir gegen Abend zu Javier und Sol in den Stadtteil Boedo wechseln koennen. Wir werden mit einem Fernet begruesst und quatschen trotz Muedigkeit noch lange mit den zwei supernetten Argentinier, welche uns ihr Wohnzimmer ueberlassen.

Am naechsten Tag duerfen wir die Velos von den zwei ausleihen. Nicht gerade in besten Zustand, aber schnell geflickt, radeln wir mit leichtem Gepaeck los Richtung dem Quartier La Boca. Dies ist nicht gerade einer der reichen Stadtteile, doch gibt es zwei, drei Strassen, welche fuer Touristen sicher sind. Wir wollen dort hin, weil dort alte Haeuser aus abgewrackten Schiffen stehen, die dann ganz farbig gestrichen sind.

La Boca
 Buenos Aires verfuegt ueber ein (fuer die Groesse der Stadt) eher bescheidenes Fahrrad-Netz, aber man kann immerhin quer durch die Stadt fahren ohne die 6 spurigen Strassen queren zu muessen beim Abbiegen. So kommen wir gut raus nach La Boca, dort machen wir noch einen kleinen Schlenker zur Strasse wo angeblich der Tango herkommen soll. Wir bleiben aber nicht lange dort, sobald wir weg sind von der Touristenstrasse wird es schnell aermlich. So radeln wir wieder zurueck zum Zentrum und klappern die politischen Gebaeude ab. Dazu gehoert das Praesidentenhaus, welches ganz schoen rosa gestrichen ist. Anscheinend weil irgend ein Praesident mal die zwei Farben von Widersachern gemischt hat, um den Kompromis sinnbildlich darzustellen. Und aus rot und weiss ergibt sich halt rosa.

Praesidentenpalast
Weiter gehts, wir kurven durch die Stadt, machen Touri-Sachen und schauen uns bekannte Haeuser an. Am Abend kochen wir Roesti fuer unsere Gastgeber und verbringen einen zweiten gemuetlichen Abend beim Gespraech ueber Argentinien und die Schweiz.

Javier, Michelle (Buessi), Sol, Martina und Roman
Am zweiten Tag sind wir per Bus und U-Bahn unterwegs, wobei vorallem das Busfahren ein richtiges Abenteuer ist. Bei mehr als 100 oder 200 Linien wird es schnell unuebersichtlich. Wir schaffen es mit Hilfe eines kleinen Buechleins, welche eine Treffsicherheit innerhalb von etwa 3 mal 3 Blocks ermoeglicht. Das System zum Herausfinden welche Linie wohin faehrt und vorallem wo sie anhalten ist unmoeglich kompliziert, wir brauchen gut 20 Minuten bis wir endlich wissen welche Linie. Dann wird gewandert bis wir die Bushaltestelle finden.

Wir schauen uns das Hafenviertel an, welches eher das Geschaeftsviertel ist. Viele Hochhaeuser und teure Restaurants. Wir schauen uns zwei alte Segelschiffe an, welche als Museeum in den Docks liegen. Zum Znacht gehts in ein Geheim-Tip-Restaurant von Javier und Sol, um die Abreise von Judith und Christ-Andri zu feiern. Wir verbringen einen super Abend in einer absolut untouristischen und guenstigen Beiz.

Am naechsten Tag verschieben wir von unseren Couchsurfern zum Hostel, welches an der Grenze zu San Telmo liegt. Zum Zmittag bleiben wir aber noch bei Sol und Javier, welche fuer uns Empanadas backen.

Und schon bricht der letzte Tag an, wir wollen uns noch das Viertel Recoleta und Palermo anschauen. Wieder das Abenteuer mit dem Bus, und wir kommen zu einem Park mit einem grossen Metall-Bluemli.

Ganz natuerlich fuegt es sich in die Flora der Umgebung ein. Gegen Abend schliessen sich die Bluetenblatter voll-hydraulisch. Weiter gehts ins Quartier Recoleta und zum Friedhof der Reichen. Dort haben sich einige reiche Familien ein Denkmal gesetzt, wir staunen ab den Marmor-Tempeln, welche als Familiengruefte verwendet werden.
bescheidenes Grab
In den ganz alten Graeber kann man teilweise bis in die Saerge sehen, wir entdecken sogar einen Schaedel. Wir kehren zurueck ins Zentrum und gehen noch auf eine Souvenir-Shopping-Tour. Zurueck im Hostel packen wir unsere Taschen fuer den Flug und sind soweit bereit fuer die Heimreise.

Nun bleibt nur noch der Abend. Wir sind von Javier zu einem Konzert eingeladen worden, wo er selbst spielt. Uns ists recht wenn es spaet wird, so sind wir dann morgen fuer den Rueckflug auch anstaendig muede. Wir freuen uns fuer nach Hause, das Empfangskomitee ist scheinbar schon organisiert und wir sind froh, wenn wir unsere schweren Taschen nicht selbst an den Rosenweg schleppen muessen.

Selbstverstaendlich melden wir uns von Zuhause aus nochmals hier in diesem Blog um einige Gedanken loszuwerden. Bis bald in der Schweiz!