zurückgelegte Strecke

Auf der Karte oben koennt ihr die zurueckgelegte Strecke anschauen, wir aktualisieren unseren Standort wenn wir Gelegenheit dazu haben.

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Sonntag, 19. Januar 2014

Wind und die Torres del Paine

Wer hätte das gedacht, wir sind wirklich ohne zu schummeln von Calafate bis Puerto Natales gefahren. Dabei haben wir einige Einsichten gehabt bezüglich des Windes (daher haben wir es auch geschafft die Strecke zu radeln). Auch haben wir ein paar fröhliche Wandertage im Nationalpark Torres del Paine eingeschoben. Im Anschluss erreichten wir Puerto Natales unter erschwerten Umständen, Roman hatte einmal mehr eine kleine Auseinandersetzung mit seinen inneren Organen in der Bauchregion. Jetzt sind wir schon fast beängstigend weit im Süden, und erholen uns in einem Hostel für die letzten paar hundert Kilometer bis Ushuaia und dem Ende der Welt.

Mit frohem Mut bereiten wir uns in El Calafate auf eine windige Strecke bis zum berühmten Nationalpark Torres del Paine vor, studieren intensiv Windprognosen (unsere neue Lieblingswebseite dazu ist windguru.cz) und merken, dass wir nicht darum herum kommen, auch mal gegen den Wind anzustrampeln. Wenigstens kommen die Windgeschwindigkeiten wieder in den Normalbereich von 30 bis 50 km/h runter. Wir werden es einfach versuchen und wenn es gar nicht mehr geht, stoppen wir einen Pickup oder Bus.

Wenn man unsere Ruhetage in El Chalten und El Calafate zusammenzählt (unterbrochen von einem Velotag) gibt das mehr als eine Woche Erholung, wir fühlen uns also definitiv wieder fitter als am Ende der Carretera Austral oder nach dem Mayer-Intermezzo. Vor der Abfahrt füllen wir noch kurz unsere Brennstoffvorräte auf, doch der Andrang vor den Zapfsäulen zwingt uns in die Warteschlange mit den Autos, was uns einige erstaunte Blicke beschert.

mal kurz tanken

Dann geht es los, mit Rückenwind schön zackig zurück zur Ruta 40. Wir lassen die Berge und Gletscher hinter uns um einen Umweg von 300 km zu fahren, weil die Chilenen und Argentinier es nicht schaffen, die Strasse über einen Pass als Direktverbindung zwischen Calafate und dem Torres del Paine von nur gerade 80 km offiziell für den Touristenverkehr zu öffnen. Wander- und Velotouristen würde so den Ausflug in die windige Steppe erspart bleiben. Auf unsere Erkundungen in der Touriinfo und bei der Polizei, was denn geschehe, wenn wir die Grenze ohne Stempel überqueren, sehen sie uns erschrocken an und halten dann reflexartig die Handgelenke zusammen: Handschellen, Gefängnis, wahrscheinlich lebenslänglich. Wir verwerfen diese Alternative.

So bläst uns also der Wind noch Osten, wir kreuzen andere Velofahrer. Sie sehen nicht nur glücklich aus, sie müssen ja gegen den Wind. Was uns ein erstes Mal stutzig macht ist, dass die alle schon fast 100 km auf dem Zähler haben obwohl erst mal 10 uhr ist! Wir halten sie für Extremradler und lassen uns weiterblasen. Bald sind wir wieder von der Steppe umgeben, und nach einem weiteren Zmittag im Tunnel unter der Strasse gehts bergauf. Oben hat man eine Weitsicht bis zu den fernen Bergen, unsere Strasse zieht sich endlos durch die gelbe Steppe.

man suche die Strasse

Nun haben wir zwar nicht mehr direkten Rückenwind, aber trotzdem kommen wir flott voran, wir wollen bis zur Abzweigung einer Schotterpiste, wo wir dann endgültig zum Seiten- und Gegenwind abdrehen müssen. An der Abzweigung steht ein Haus des Strassenbaus, der arme Typ wohnt dort mitten im Nichts an einer Kreuzung. Wasser, Gas und alles weitere zum leben kommt per Lastwagen dorthin. Er lässt uns in einem kleinen Haus übernachten, wir haben Matratzen und müssen uns nicht wegen dem Wind sorgen. Die Weite der Steppe ist beeindruckend, alles flach, kein Baum, nur am fernen Horizont sind knapp die Anden sichtbar. Der Wind schiebt Wolken über den Himmel, man könnte immer wieder den Fotoapparat rausnehmen und den dauernd ändernden Himmel festhalten.

Wir sind nicht alleine in unserem Strassenbauhaus, mit uns logieren dort zwei argentinische Velöler. Sie fahren von Ushaia bis Bolivien, alles in Argentinien, alles über die Ruta 40. Das sind mehrere tausend Kilometer Wind und Steppe, ohne Wasser und nur selten ein Dorf. Fast alles gegen den Wind. Danke nein, nichts für uns. Am nächsten Morgen hören wir sie schon um 5 Uhr, weg sind sie. Wir schlafen weiter, zum zweiten Mal ein bisschen stutzig weil hier anscheinend alle so früh unterwegs sind. Der nette Herr vom Strassenbau meint dann, manchmal sei der Wind am Morgen ein bisschen schwächer. Danke für die Info, leider haben wir schon wieder ausgeschlafen und es ist 9 uhr, der wind frischt gerade auf als wir losfahren. Heute werden wir es so richtig bereuen, dass wir nicht schon bei Sonnenaufgang (irgendwann zwischen 5 und 6 Uhr) losgefahren sind!

Unsere Abkürzung ist eine Schotterstrasse von 65 km Richtung Südwest, dann kommen wir wieder auf die Ruta 40. Der Wind nimmt stetig zu, unsere Geschwindigkeit dagegen stetig ab. Nirgends ein Windschutz, keine Möglichkeit zum zelten, keine Röhren unter der Strasse, nur Wind und Steppe und eine gerade Strasse quer durch.



Zum Glück sind wir einigermassen fit und ausgeruht, so mögen wenigstens unsere Beine, auch wenn es im Kopf fast mühsamer ist, gegen den Wind anzukämpfen. Gegen Abend wird es ganz mühsam, wir können kaum mehr fahren, fast rutscht das Velo seitwärts im Schotter. Kurz vor dem Ziel kommt uns ein umgebauter Toyota Landcruzer entgegen, schweizer Nummernschild. Weil Roman wegen dem Wind auf der falschen Strassenseite steht halten sie an, und wir ploudere eine Weile. Wobei man bei den Windverhältnissen nicht wirklich ploudere kann sondern sich eher anschreit. Sie füttern uns durchs Autofenster mit Kuchen und bieten an unsere Saccoschen zur Kreuzung zu bringen. Wir lehnen dankend ab, ohne Saccoschen würden wir wohl fortgeblasen. Zum Glück sind es nur noch wenige Kilometer, und gestärkt mit dem Kuchen schaffen wir auch die noch. An der Kreuzung steht ein Polizeiposten, der junge und sehr militärisch frisierte Polizist lässt uns hinter einem Windschutz in den Bäumen beim Posten zelten. Die geflochtene Wand bricht den Wind gerade bis zur Gibelhöhe unseres Zelts, wir hören den Wind heulen doch unser Zelt steht ohne Flattern im Wäldli. Sogar das WC vom Posten dürfen wir brauchen. Hier in Argentinien ist die Polizei wohl mindestens draussen in der Steppe noch ein Freund und Helfer. Martina erfährt beim Schwatz im Posten, dass heute ruhige Wind-Verhältnisse herrschen. Nicht viel Wind, weniger als normal. Normal seien so 80 km/h, und es kann schon mal 120 km/h geben! Erheiternde Vorstellung dass die aktuellen 60 km/h "ruhige Verhältnisse" sind.

windtechnisch ruhige Verhaeltnisse (Wolken!)

Da uns am nächsten Morgen eine Strecke gegen den Wind erwartet, wollen wir den Frühaufstehertrick anwenden. Den Wecker auf 4 Uhr, dann sind wir um 6 Uhr abfahrbereit. Als wir aufstehen ist es windstill. Wir jubilieren, geht unser Plan sogar auf? Zaghaft radeln wir los, gefasst darauf, dass jederzeit eine erste Böe das Ende des Friedens ankündigt. Gegen 10 Uhr erreichen wir bereits die Grenze zu Chile, und kurz darauf sind wir in Cerro Castillo. Einmal mehr wird uns an der Grenze das Essen kontrolliert, und da wir ja schon um 5 gegessen haben, ist jetzt um 10 eigentlich Zeit für das Zmittag. Wir kochen alles, was sie uns wegnehmen wollen und essen wieder einmal direkt vor dem Grenzgebäude. Gerade als wir fertig sind kippt der Frieden mit dem Wind, und kurz darauf wird aus dem strahlend schönen Wetter etwas Ungemütliches mit Regenschauer und Wind, die Temperatur fällt.

Hier müssen wir nun entscheiden wie und wann wir uns den Torres del Paine Park ansehen. Normalerweise besucht man den Park von Puerto Natales aus, welches 60 km weiter südlich liegt. Wir erkundigen uns ob wir nicht von hier direkt in den Park kommen, die Busse müssen ja hier durch um in den Park zu gelangen. Es sei möglich, da komme zwischen 3 und 4 Uhr ein regulärer Bus. Wir organisieren ein Zuhause für unsere Velos, und packen alles zum kochen und schlafen für ein paar Tage in unsere kleinen Rucksäcke. Natürlich kriegen wir da niemals alles rein, schon nur einer der Schlafsäcke füllt jeweils den ganzen Platz. Und wir haben ja auch noch die Küche, ein Zelt und Essen für 4 Tage! Schlussendlich füllen wir unsere blauen Ortlieb-Säcke und binden die mit Riemen an die Rucksäcke dran. Sieht schwer aus, ist es dann auch. Wir warten im Windschutz auf den Bus, und haben eigentlich keine Ahnung was jetzt auf uns zukommt. Wir haben uns vorab kaum informiert, und haben nur einen Wanderführer mit einer kurzen Beschreibung und die vielen Empfehlungen von anderen Reisenden, dass dies einer der Höhepunkte einer Südamerika-Reise sei. Dazu kommen begeisterte Beschreibungen von Reisenden des älteren Semesters, die vor 20 oder 30 Jahren mal dort waren. Einsame, wilde und unberührte Natur.

Nachdem in den wenigen Stunden, in denen wir auf den regulären Bus warten, einige Cars und sehr viel mehr Kleinbusse richtung Park vorbeikommen, dämmert uns, dass wir wohl nicht gerade einsam sein werden dort. Im Bus dann sieht es ein bisschen aus wie im Bus zuhause, die Leute scheinen nicht gerade für ein Outdoor-Abenteuer ausgerüstet zu sein, wir sehen Turnschuhe, Leggins, T-Shirt und nette Accesoirs wie grosse Kopfhörer und Dolce+Gabbana Sonnenbrillen. Dazu normale Rucksäcke mit aufgebundenen Isomatten und unglaublich viele Zelte, alle von der gleichen Marke, wohl gemietet. Draussen heult der Wind und der Bus schwankt arg hin und her wärend der Fahrt zum Park.

Am Haupteingang stehen überall Busse rum, kaum angehalten, informiert uns eine Parkwächterin in welchem Gebäude wir uns registrieren und bezahlen müssen. Wir füllen brav den Zettel aus wo wir Aufenthaltsdauer und geplante Wanderungen eintragen müssen, dazu müssen wir bestätigen, dass wir unter keinen Umständen Feuer machen, und im Falle dass doch, eine angemessene Gefängnisstrafe bis zu 12 Jahren absitzen werden. Danach gibt es einen Infofilm was man alles nicht darf (nur auf dem Weg gehen, kein Feuer machen, keine Kocher benutzen ausser an den bezeichneten Stellen, nirgends wild zelten usw) und dann die Strafen wenn man den Park abfackelt. Wir kriegen eine Stempelkarte die wir wie bei einem OL bei jedem Parkwächter vorweisen müssen, und er macht dann mit der Zange ein Loch beim entsprechenden Eintrag. Dazu gibt es Infos wann die Wanderwege schliessen und eine Karte vom Park. Es hat unglaublich viele Leute da, alle stolpern mit ihren Rucksäcken rum und es herrscht allgemeine Aufregung. Wir lassen uns von einem weiteren Bus bis ins Refugio Las Torres fahren, weil dort auf unserem Plan ein Campingsymbol ist. Das Refugio besteht aus mehreren Hotels und einem riesen Camping am Fuss der Torres del Paine, Scharen von Leuten stiefeln rum von hier nach da, und alle aus dem Bus wälzen sich rüber zum Camping. Wir schliessen uns an, irgendwie mit einem unguten Gefühl im Bauch (nein, keine Magenverstimmung, die kommt erst später) und bezahlen für eine Nacht im Zelt 12.- Franken pro Person für eine lauwarme Dusche und Anstehen damit man auf das WC kann. Die Zelte stehen dicht, unsere Nachbarn liegen keine 3 Meter von uns. Hier verabschieden wir uns endgültig von der Einsamkeit in der Natur.

Die Menschenmassen haben uns ein bisschen die Wanderlust verdorben (für gewisse Leute vielleicht auch bloss ein praktischer Vorwand um zu verschleiern, dass vielleicht gar nie eine allzu grosse Wanderlust vorhanden war...) und wir beschliessen, mal auszuschlafen und dann weiterzusehen. Am nächsten Morgen ist wider Erwarten das Wetter gut, und man kann die Granittürme sehen, die dem Park seinen Namen geben. Wir studieren den Wanderführer und beschliessen, mal zu den Türmen zu wandern. Dort oben hat es einen Zeltplatz vom Conaf, und der kostet anscheinend nichts. Das kommt uns gerade recht, weil alles andere hier so teuer ist, der kleine Kiosk will ein Vermögen für etwas Schoggi, und für ein halbes Brot bezahlen wir 6.- Franken. Also packen wir all unser schweres Zeug zusammen und wandern los.

Wir sind nicht gerade alleine unterwegs, der breit ausgebaute Weg eignet sich vorzüglich für eine Völkerwanderung. Wir überholen keuchende Wanderer ohne Gepäck und werden von Hightech-Wanderer mit windschnittigen Trekkinghosen und superatmungsaktiven GoreTex-Jacken und Karbon-Wanderstöcken überholt. Man sieht wirklich alles hier, von übereifrigen Wandervögel bis zu solchen, die wohl sonst kaum einen Schritt gehen. Wir wandern weiter, stehen zur Seite um Leute durchzulassen und wandern weiter. Die Landschaft ist ohne jeden Zweifel schön, man sieht hinaus in die Steppe und auf der anderen Seite stehen die Berge. Nach ein paar Stunden erreichen wir den gratis Zeltplatz und pflanzen unser Zelt auf den einzigen halbwegs ausreichend grossen Stellplatz mitten im Wald. Noch hat es nicht allzu viele Zelte, wir sind optimistisch das es so bleibt. Wir kochen Suppe und nehmen dann noch den Aufstieg zu den Türmen in Angriff. Oben dann spitzt sich die Lage zu, der Weg wird anspruchsvoller und einige scheinen ernsthafte Probleme zu haben, sei es mit der körperlichen Leistung oder zu wenig Erfahrung. Für einige ist es wohl das Abenteuer des Lebens, zb für den Asiaten, der sich beim zackigen Aufstieg mit einer Kamera an einem Stock beim raufrennen selbst filmt.

Dann ist es geschafft, wir erreichen den Talkessel mit einem See, dahinter stehen die 3 (oder 4, je nach Empfinden) Türme. Sehr beeindruckend, wirklich lohnenswert.

Torres del Paine

Wir setzen uns hin und betrachten die Türme bis uns kalt wird und die Wolken die Türme langsam einnebeln. Es beginnt zu regnen und wir machen uns auf den Rückweg zum Zelt.

Auch der gratis Zeltplatz ist mittlerweile voll, und die zwei WC's werden wohl nicht wirklich umsorgt. Entsprechend sieht es da auch aus. Wir kochen und verschwinden im Schlafsack weil es plötzlich kalt wird. Später merken wir, dass man auch hier eigentlich nur in einem dunklen Schuppen kochen darf, keinesfalls an einer anderen Stelle auf dem Camping und schon gar nicht im Zelt. Ups. 12 Jahre Gefängnis. Langsam haben wir die Nase voll, schöne Landschaft hin oder her.

Wir schlafen aus bis jemand über unsere Abspann-Seile stolpert, kochen brav unser Kaffeewasser im saudreckigen Kochschuppen und machen uns dann wieder auf den Rückweg zum Ausgangspunkt. Auf den Weg zurück (eigentlich schon am Abend vorher) entscheiden wir, dass wir auf weitere Wanderungen verzichten, uns macht das so keinen Spass. Teuer und überfüllt, alles reglementiert und dann trotz hohen Preisen nicht mal saubere WC. Wir nehmen den Bus zurück nach Cerro Castillo und verlassen den Park nach nur eineinhalb Tagen wieder mit gemischten Gefühlen. Wären wir nur 20 Jahre früher gekommen!

Freudig nehmen wir unsere Velos wieder in Empfang, und stellen unser Zelt im Garten bei einem Haus auf. Ganz alleine, wir haben unsere Ruhe. Leider dauert die Ruhe für Roman nicht allzu lange, nach dem Znacht wird es bald zur Gewissheit, dass das Znacht wohl wieder retour kommt. Wieder mal haben wir keine Ahnung wieso es Roman zümpftig durchputzt, Essen oder die WC's im Park, ist dann auch egal, nach ein paar qualvollen Stunden ist die Sache überstanden. Da wir nicht hier bleiben wollen sondern für das Erholen ein Hostel schon schön wäre, müssen wir noch weiter nach Puerto Natales.

patagonischer Sommer

Roman scheint stabil, er kann gehen, dann kann er wohl auch velofahren. Es geht tatsächlich ganz gut, nicht ganz so schnell wie sonst, aber im Windschatten von Martina wird der leere Roman bis Puerto Natales transportiert, wo es zur Belohnung ein Bouillonsüppli gibt. Puerto Natales ist ein kleines Städtchen und touristisch ganz auf den Park ausgerichtet. Alle Reisenden in den Park starten hier, entsprechend besteht der Ort aus Hotels, Reiseveranstaltern, Outdoorshops und Busunternehmen. Trotzdem scheint der Ort nicht unsympathisch, und wir finden ein bezahlbares Hostel mit Doppelzimmer und Privatbad und Heizung, Küche und Internet. Hier bleiben wir bis die Nahrungsaufnahme von Roman wieder problemlos läuft, im Moment gibts Härdöpfelstock mit Fisch, soweit alles unter Kontrolle.

Leider leider wird die Liste mit unseren Verlusten immer länger. Bis jetzt war es halb so schlimm, wir mussten erst den Verlust von einem Schnitzer, einer Gabel und unserem Schneidbrett beklagen. Nun wurde uns aber vor dem Hostel unser oranges Spot-Gerät gestohlen. Zum Glück nichts überlebenswichtiges wie zb die Velos, aber trotzdem ärgerlich. Nun können wir leider nicht mehr auf Knopfdruck unsere Position auf der Karte im Blog einzeichnen. Es gibt aber immer noch die Möglichkeit, dass wir die Position halt von Hand aktualisieren können, aber nur wenn wir Internetzugang haben. Daher schränkt sich die Häufigkeit auf die grösseren Orte ein, der nächste Punkt dürften wir wohl in Punta Arenas setzen können. Ich weiss, einige (wenige) hingen wirklich daran jeden Schritt von uns verfolgen zu können, aber das ist jetzt nicht mehr möglich. Nachdem in Peru und Bolivien nie etwas geschehen ist, haben wir der Menschheit wohl zu fest vertraut. Hier unter all den "reichen" Reisenden ist die Gefahr bestohlen zu werden scheinbar grösser als in den armen Ländern, wo die Leute nur einen Bruchteil von unserem Reichtum haben.

So, gesund werden, und dann gehts weiter, 2 bis 3 Tage bis Punta Arenas, von dort wohl in etwas mehr als einer Woche nach Ushuaia. Dazwischen gibts viel Wind und eine Königspinguin-Kolonie, wenn möglich machen wir dort noch einen Zwischenstopp. Und dann ist das Ende der Welt schon bald erreicht!